Zurück zur Natur - Unterricht einmal anders
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 08. September 2009 um 17:52 Uhr Geschrieben von: Dominik Moritz Freitag, den 12. Juni 2009 um 17:51 Uhr
| < Zurück | Weiter > |
|---|
Bollmannsruh. Das Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz veranstaltete vom 25. bis 27. Mai 2009 für den 12. Jahrgang eine Exkursionsfahrt nach Bollmannsruh (Päwesin). Ziel der Fahrt war es, die Inhalte des Biologie-Unterrichtes in praktischer Form zu festigen und die Kenntnisse der Schüler zu erweitern. Dafür bot das Jugendferienlager am Beetzsee mit seiner großen Naturvielfalt die optimale Möglichkeit. So wurde bis in die Nachmittagsstunden emsig gearbeitet. Gewässerproben wurden entnommen und auf ihre Bestandteile und Eigenschaften bestimmt. Die meisten Gewässer sind heutzutage belastet durch industrielle Abfallprodukte, Schwermetalle, Salze, organische Schadstoffe und dem weiteren Nutzen der Menschen, worunter die Tiere, als auch die Pflanzen leiden müssen. Die Wasserqualität untersuchten die Schüler zum einen, indem sie chemische Ionenkonzentrationen bestimmten und zum anderen, in dem sie den Zusammenhang zwischen dem Vorkommen bestimmter Organismengesellschaften und den auftretenden Gewässerverunreinigungen ausnutzten. Die Bestimmung des Verschmutzungsgrades von Fließgewässern dient der Einordnung in Gewässergüteklassen. Dazu nutzt man die im Gewässer aufgefundenen Tiere und Pflanzen, welche als Bioindikatoren bezeichnet werden, da sie nur in bestimmten Gewässertypen vorkommen. Festgestellt wurde, dass durch die Belastung mit organischen, sauerstoffzehrenden Stoffen der untersuchte See kritisch belastet ist (Güteklasse II-III). Folgen können Fischsterben aufgrund des Sauerstoffmangels, Artenrückgang der Makroorganismen, sowie die Massenentwicklungen von Algen sein. Ein weiteres Projekt war die Insektenbestimmung und mikroskopische Untersuchung. Das Praktikum hat allen sehr gefallen, sodass die Schule auch in den kommenden Jahren diese andere Form des Unterrichtes weiterführen möchte. Denn wie soll man am meisten von der Natur lernen, wenn nicht von ihr selbst.
Christin Reimann





Kommentare
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.