J’AIME LA FRANCE……

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…das kann ich aber nur sagen, weil ich im Herbst selber dort gewesen bin!

Vom 25.9. bis  zum 1.10.2011 fand unsere  Kursfahrt nach Südfrankreich statt.

Unter der Leitung von Frau Schärff mit ihrem Mann und Frau Tumbrägel reisten wir in die Provence nach Avignon. Jedes Crêpe und der Duft von Lavendel wecken in mir heute noch schöne Erinnerungen….

Zugegeben: die Reise dorthin war recht lang: mit dem Reisebus quer durch Deutschland und Frankreich  ging es 18 Stunden südwärts. Dafür kennen wir jetzt viele Rasthöfe auf der Strecke!

Montagnachmittag sind wir gegen 17 Uhr in Villeneuve-lez-Avignon angekommen. Villeneuve-lez-Avignon ist ein Vorort von Avignon, wo sich unsere Jugendherberge befand. Daran, dass wir uns mit 25 Schülern drei Duschen und drei Toiletten teilen mussten, gewöhnten wir uns zwangsläufig  und sprangen schon am ersten Abend in den Pool, der zwar etwas frisch war, uns aber für die lange Anreise entschädigte! Nach dem Abendessen hatten wir schon Zeit, die Umgebung zu erkunden. Aus dem Speisesaal konnte man die Altstadt von Avignon mit dem Papstpalast erkennen. Die Luft war warm wie an einem Sommerabend und so kam schnell südländische Stimmung auf.

Klar, dass es wenig Schlaf gab!

Am nächsten Morgen gab es zeitig Frühstück. Natürlich französisches Frühstück. Das heißt: Café au lait, Croissants, Baguette mit Marmelade und für die „komischen Deutschen“ Müsli oder Cornflakes. Danach fing der Fußmarsch nach Avignon an. Dabei mussten wir gleich 2 Brücken überqueren, aber keine davon war die, um die es im Lied geht. Man kann die besungene Brücke („Sur le pont d’Avignon“) aber schon auf dem Weg in die Stadt sehen. Was ich nicht wusste: Sie ist nur noch halb  erhalten.

Um in die Stadt zu gelangen, mussten wir zunächst ein Schlupfloch durch die Stadtmauer finden, die die Stadt komplett umschließt. Dann ging’s weiter zum Papstpalast, den wir (leider reicht die Zeit kaum) auf eigene Faust erkundeten. Sofort danach ging’s weiter zur berühmten Lieder-Brücke, die eigentlich „Pont St.-Bénezet“ heißt. Mittels Audioguides erfuhren wir mehr über die Brücke und die Entstehung des Liedes. In der Mittagspause durften wir alleine in der Stadt herumstreifen und nach Essbarem suchen. Ich habe mich sofort in die Stadt verliebt.

Außerdem war es so warm, dass man in Top und T-Shirt nicht zu dünn angezogen war. An einem schattigen Plätzchen habe ich mit meiner Freundin unsere Errungenschaften aus dem Carrefour (Supermarkt) vertilgt und dabei französische Schüler und Tauben  beobachtet, die ihre Mittagspause auch zum Essen nutzten.

Das straffe Programm von Madame Schärff führte uns aber schnell weiter zum Pont du Gard, dem berühmten Aquädukt aus der Römerzeit. In der Mittagshitze hat uns ein sehr gut Deutsch sprechender junger Mann die Geschichte des Aquäduktes lebendig erklärt.

Am Abend wollte unser Busfahrer noch in ein Shoppingcenter, und so haben wir das dann auch noch kennengelernt. Statt Pool vor dem Abendessen habe ich meine Freundinnen  noch einmal in die Altstadt von Avignon geschleppt, um dort erneut etwas zu shoppen. Dafür taten uns danach die Füße weh! Das Abendessen war typisch französisch: Salat, Hauptgang mit Fisch/Fleisch und Dessert. Ob das gut geschmeckt hat oder nicht, darüber lässt sich streiten.

Jetzt könnte man behaupten, wir hätten am 1.Tag schon alles gesehen, aber Frau Schärff wollte uns am liebsten GANZ Frankreich zeigen!!!

Aus Zeitgründen mussten wir uns beschränken auf  Avignon und die Region Provence – Alpes – Côte d‘Azur  mit der Camargue. Und was es alles zu entdecken gab!

Mittwoch haben wir uns die alte Bischofsstadt Arles mit dem Amphitheater angesehen, in der auch Vincent van Gogh eine Zeit lang gewirkt hat. Das war für Frau Tumbrägel natürlich ein Highlight, zumal einige der Motive van Goghs auch heute noch zu sehen sind.

In Arles alleine hätte man gut einen ganzen Tag verbringen können, wir nutzten aber die zweite Tageshälfte, um bis ans Mittelmeer zu fahren nach Saintes-Maries-de-la-mer .

Dort war viel los, da in der Arena gerade ein Stierkampf stattfand. Wer Badezeug mit hatte, ließ es sich nicht nehmen, im Mittelmeer zu schwimmen.

Den Abschluss des Tages bildete eine Bootsfahrt  auf der Rhône/Petit Rhône. Hier haben wir die typischen Wildpferde gesehen, Camargue Stiere und viele seltene Vögel. Unsere Eindrücke wurden durch einen interessanten Kurzvortrag einer Mitschülerin vertieft.

Donnerstag war schon der letzte Tag in Avignon. Es ging wieder früh morgens los. Mit unserem Bus haben wir zahlreiche andere historische Kleinstädte der Provence besucht wie z.B. Gordes, das auf einem Felsen steht, Fontaine de Vaucluse und Roussillon mit den Ockerfelsen und natürlich die Tropfsteinhöhle „La grotte de Thouzon“. Hier war es im Gegensatz zu draußen fast arktisch kalt.

Abends wurden noch letzte Souvenirs  in Avignon eingekauft und dann hieß es Koffer packen, denn den letzten Reisetag hatten wir für Lyon reserviert.

In Lyon gab’s wieder eine Stadtführung. Wir haben die Stadt sozusagen von oben nach unten erkundet, da sie zwischen 2 Hügeln liegt. Auf dem Croix-Rousse angefangen ging’s durch die mittelalterliche Stadt über die Flüsse in den Stadtteil aus dem 20.Jh. Da Lyon zwischen 2 Flüssen (Rhône und Saône) liegt, gibt es hier viele Brücken. Mittags hatten wir wieder Freizeit, um noch Geschäfte zu durchstöbern und letzte Fotos zu machen oder ein letztes Crêpe zu essen…

Mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen stiegen wir nachmittags in den Reisebus, ein bisschen traurig, dass die schöne Zeit zu Ende ging.

Vielen, vielen Dank an unsere Begleitpersonen, Reiseleiter, Frau Schärff, die diese Reise ermöglicht hat. Merci beaucoup, Madame! Je vais revenir!

Dörthe Günther, Klasse 11

Kommentare  

 
# Jan Fokko Hayen 2012-03-14 16:33
so lernt man doch am Besten!