Exkursion zur Bernauer Str. - Schilderung

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Exkursion zur Bernauer Str.

Bevor wir am 1.Oktober 2010 eine Exkursion zur Bernauer St. machten, haben wir, die 7. Klasse, im Deutschunterricht das Buch "Lilly unter den Linden" gelesen und uns mit dem Thema beschäftigt.Wir haben verschiedene Vorträge über die DDR gehört und Gruppenarbeiten gemacht.

 

Kalt, farblos, unfreundlich und nicht gerade einladend war der U-Bahnhof an dem wir ausgestiegen sind. Es roch etwas unangenehm und  diese Eindrücke verbesserten sich nicht gerade durch die Berichte der Führerin und den Film, der von den Geisterbahnhöfen handelte. Es war schwierig, mir in mitten den Menschen, dem Lärm ankommender Züge und dem grellen Licht vorzustellen, dass hier von ein paar Jahren Grenzer in leeren, dunklen Bahnhöfen standen und beobachteten, wie die Bahnen mit all den Leuten die nicht aussteigen durften, vorbeifuhren. Ich war froh, als wir die Treppen hochgingen. Was für uns heute so einfach ist, war für die Leute damals um einiges schwieriger. Allein 3 Tore mussten sie überwinden um wieder Tageslicht zu sehen.

Bei gutem Wetter überqueren wir die Straße, einige im Westen, einige im Osten und doch sind wir nur einige wenige Meter voneinander getrennt. Man kann die Autos hören, andere Schulklassen unterhalten sich laut. Vor uns ist ein Gelände. Ein Stück der Mauer ist noch zu sehen und dort wo früher Hundelaufanlagen und Stromzäune waren, stehen jetzt Infotafeln mit Hinweise über die Mauer, die DDR und Fluchten.

Nach dem wir das Gelände eigenständig erkundet haben, versammelten wir uns wieder an den Tafeln auf denen Menschen aufgelistet sind, die bei mehr oder weniger kreativen Fluchten gescheitert sind und ums Leben kamen. Für mich ist das der bewegenste und interessantes Moment auf der Exkursion. Die Fotos zu sehen, die Geburts- und Todesangaben der Personen die nur Freiheit oder Familie wollten. Die persönlichen Schicksale kenne ich nicht, aber die Gesichter der Personen zu sehen, die teilweise noch so jung waren, macht mich traurig. Auf einer Wiese blieben wir stehen und hörten der Führerin zu. Hier wo wir stehen, wurde vor vielen Jahren ein Friedhof umgegraben, um die Mauer zu bauen, interessanterweise bestand das ganze "Hindernis" nicht nur aus der 3 Meter hohen Mauer, sondern auch aus einer Hinterlandmauer, einer Hundelaufanlage und einem Stromzaun. Mich erstaunt, dass es noch so viel gibt, was wir nicht darüber wissen. Ich finde, das war ein gelungener Tag.

 

Kommentare  

 
# Laura Rindfleisch 2010-11-11 11:26
Sara rulez
 
 
# Laura Rindfleisch 2010-11-11 11:26
Sara rulez
 
 
# Jacqueline Sube 2010-11-15 08:09
Haste super gemacht...