Die Vorfreude wächst

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Aus der MAZ vom 23.02.2009 mit freundlicher Genehmigung der MAZ

Am Kreisgymnasium in Dallgow-Döberitz wird im August das zweite Schulhaus eröffnet


Nach den Sommerferien nimmt das Marie-Curie- Gymnasium fünf siebte Klassen auf. Dafür musste es erweitert werden.


Von Ulrike Kiefert


DALLGOW-DÖBERITZ Die letzte Schulwoche vor den Sommerferien dürfte noch einmal stressig werden. In nur fünf Tagen wollen die Pädagogen des Marie-Curie-Gymnasiums in Dallgow-Döberitz 17 neue Räume so herrichten, dass sie zum ersten Unterrichtstag startklar sind. Schränke müssen eingeräumt, Bücher sortiert, Karten aufgehängt und zahlreiche Utensilien verstaut werden. „Wenn Schüler mit anpacken, ist das gut zu schaffen“, sagt Elke Mohr. Die Schulleiterin bleibt ruhig, noch überwiegt die Vorfreude die Aufregung. Bis zum Umzug in den neuen Anbau sind es ohnehin noch sechs Monate.


Im August soll das zweigeschossige, L-förmige Schulhaus, entworfen vom Architekten Armand Grüntuch, fertig sein. Der Berliner hatte schon das Hauptgebäude des Gymnasiums konzipiert. „Der konkrete Eröffnungstermin wird etwa zwei Wochen vor Bauende feststehen“, informiert Christina Tech. Die Amtsleiterin für Gebäude- und Immobilienmanagement beim Kreis ist guter Dinge, dass der Zeitplan eingehalten wird. Und der war durchaus sportlich. Im Juli vorigen Jahres wurde der Grundstein für den Anbau am proppen vollen Kreisgymnasium gelegt. Er schafft Platz für zehn neue Unterrichtsräume, zwei Informatikräume, zwei Fachkabinette für Naturwissenschaften, einen Kursvorbereitungsraum, zwei Lehrerzimmer und eine Schülercaféteria. Im Erdgeschoss belegt die Kreismusikschule als Filiale sechs Räume.


Am Curie-Gymnasium lernen zurzeit 569 Schüler. Bereits zweieinhalb Jahre nach dem ersten Unterrichtstag war die Schule zum Bersten voll. Damals, im September 2007 hatten immerhin 43 Prozent aller Sechstklässler aus Falkensee, Dallgow-Döberitz, Schönwalde-Glien, Wustermark und Region das Gymnasium auf ihrer Wunschliste. Der Landkreis als Schulträger reagierte: die Zügigkeit sollte mit einem Anbau um zwei auf fünf erhöht werden. „In das neue Gebäude ziehen fünf siebte Klassen, das sind summa summarum etwa 140 Schüler“, erzählt Elke Mohr. Mit einer Schülerzahl von mehr als 700 zählt das Gymnasium zu einem der größten in ganz Brandenburg. Platz gäbe es sogar für 900. Für die Schulleiterin ist diese Zahl noch „händelbar“. „Aber es macht natürlich einen Unterschied“, sagt Elke Mohr, „ob man für 500 oder 900 Schüler verantwortlich ist.“ Da werden der persönliche Zeitplan straffer und attraktive Angebote noch wichtiger. Denn eines wollen die Schulleiterin und ihr 45-köpfiges Lehrerteam auf keinen Fall: Ein Gymnasium, das nur eine schöne Hülle hat.

Kommentare  

 
# Tim Wallstab 2009-04-18 01:31
"händelbar"??
Hat das etwas mit Georg Friedrich Händel zu tun?.
Oder ist man bei der MAz dem Englischen nicht mächtig genug um zu erkennen, dass es um "handlebar" geht?
Einen ganz wundervollen Anglizismus, welcher auch noch lustiger Weise im Englischen "Fahrradlenker" bedeutet.