Marie Curie
Marie Curie
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 30. November 2008 um 17:55 Uhr Geschrieben von: Dominik Moritz Montag, den 20. Oktober 2008 um 18:23 Uhr
Marie Curie (Wikipedia-Artikel)
Marie Sklodowska-Curie(* 7. November 1867 in Warschau; † 4. Juli 1934 in Sancellemoz, (Haute-Savoie);
geborene Marya Sklodowska )
war eine polnische Chemikerin und Physikerin (genauer gesagt war sie zwar von Geburt an Polin, aber sie wurde später französische Staatsangehörige, dazumal Polen erst nach dem 1. Weltkrieg wieder als eigenständiges Land gegründet wurde).Sie forschte auf dem Gebiet der Radioaktivität und wurde für ihre wissenschaftlichen Leistungen sowohl mit einem Nobelpreis für Physik als auch für Chemie ausgezeichnet; nur Linus Pauling wurde ebenfalls mit zwei verschiedenen Nobelpreisen ausgezeichnet.
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Lebenslauf von Marie Curie
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 01. Dezember 2008 um 20:36 Uhr Geschrieben von: Dirk Spiller Sonntag, den 30. November 2008 um 17:58 Uhr
Marie Curie
Physikerin
- 1867
- 7. November: Marie Curie wird als Marya Sklodowska als Tochter eines Mathematik- und Physiklehrers in Warschau geboren.
- 1883
- Sie schließt das Lyzeum mit Auszeichnung ab.
- Durch Fehlinvestitionen verliert die Familie fast ihr gesamtes Vermögen.
- 1883-1891
- Sklodowska nimmt eine Stelle als Erzieherin an, um ihrer älteren Schwester das Medizinstudium in Paris zu finanzieren.
- Sie liest ehrenamtlich an der polnisch-national orientierten "Freien Universität" in Warschau mit Arbeiterfrauen Literatur in polnischer Sprache.
- 1891
- Sklodowska folgt ihrer Schwester nach Frankreich, die sie nun ihrerseits finanziell unterstützt.
- ab 1891
- Studium der Mathematik und Physik an der Pariser Sorbonne.
- 1893/94
- In der Abschlußprüfung für Physik belegt Sklodowska den ersten Platz, in der mathematischen Abschlußprüfung wird sie Zweitbeste.
- Sie wird Doktorandin des Physikprofessors Antoine Henri Becquerel.
- 1895
- 25. Juli: Heirat mit dem Physiker Pierre Curie (1859-1906).
- Sie arbeiten gemeinsam in einem improvisierten Laboratorium unter äußerst unzulänglichen Bedingungen.
- ab 1896
- Curie ist überzeugt, daß die von Becquerel im gleichen Jahr entdeckte Strahlung des Elements Uranium sich auch bei anderen Elementen nachweisen läßt.
- Gemeinsam mit ihrem Mann beschäftigt sich Curie mit dem Mineral Pechblende. Sie isoliert zwei bisher unbekannte Elemente, Radium und Polonium, deren Strahlung sie "radioaktiv" nennen wird. Marie Curie tauft das Element Polonium nach ihrer Heimat.
- 1897
- Geburt ihrer Tochter Irène, die 1935 gemeinsam mit ihrem Ehemann Frédéric Joliot-Curie (1900-1958) den Nobelpreis für Chemie erhält.
- 1898
- Marie Curie entdeckt die Radioaktivität des Elements Thorium.
- 1900
- Sie unterrichtet Physik an der École Normale Supérieure für Mädchen in Sèvres. Curie führt dort im Unterricht die Methode der experimentellen Demonstration ein.
- 1903
- Juni: Promotion in Physik.
- Dezember: Gemeinsam mit Becquerel erhalten die Curies den Nobelpreis für Physik "für die Entwicklung und Pionierleistung auf dem Gebiet der spontanen Radioaktivität und der Strahlungsphänomene".
- 1904
- Geburt ihrer Tochter Ève.
- Veröffentlichung ihrer Dissertation "Untersuchungen über die radioaktiven Substanzen".
- 1906
- 19. April: Ihr Ehemann kommt bei einem Straßenbahnunfall ums Leben.
- ab 13. Mai: Sie führt die Vorlesungen ihres Mannes an der Pariser Universität weiter. Damit ist Curie die erste Frau, die an der Sorbonne lehrt.
- 1908
- Sie erhält die ordentliche Professur für Physik an der Sorbonne.
- 1911
- Dezember: Curie wird für die Isolierung des Elements Radium mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.
- 1914
- Sie wird Leiterin des Radium-Instituts an der Pariser Universität.
- 1914-1918
- Gemeinsam mit ihrer Tochter Irène entwickelt sie im Ersten Weltkrieg eine mobile Röntgenstation. Curie steuert selbst an der Front einen dieser Röntgenwagen, der die Untersuchung verletzter Soldaten vor Ort ermöglicht.
- 1918-1927
- Forschungstätigkeit mit ihrer Tochter am Radium-Institut in Paris. Unter Curies Leitung entwickelt sich das Institut zu einem Zentrum der Nuklearphysik.
- Curie hält Vorlesungen in Brasilien, Spanien, Belgien und der Tschechoslowakei.
- 1921
- In Begleitung ihrer beiden Töchter bereist Curie die USA. Der Präsident der Vereinigten Staaten, Warren G. Harding (1865-1923), überreicht ihr als symbolische Anerkennung ihrer Forschungen ein Gramm Radium, dessen Kauf durch die Spenden amerikanischer Frauen finanziert wurde.
- ab 1922
- Curie ist Mitglied der Akademie für Medizin.
- Sie stellt chemische Untersuchungen radioaktiver Substanzen an und sucht nach deren medizinischen Nutzungsmöglichkeiten.
- 1934
- 4. Juli: Marie Curie stirbt in Sancellemoz (Savoyen) an Leukämie, einer Folge ihrer hochdosierten und langjährigen Kontakte mit radioaktiven Elementen.




