Praktikumsbericht
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 23. November 2008 um 17:24 Uhr Geschrieben von: Dominik Moritz Freitag, den 14. November 2008 um 23:47 Uhr
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„Hast du Lust, mal ein bisschen flüssigen Stickstoff zu holen?“ Ich war natürlich sofort begeistert. Ich hatte schon viel von flüssigem Stickstoff gehört. Und von den Experimenten, die man damit machen kann. Da der Stickstoff so extrem kalt ist, kann man damit in Sekunden alles einfrieren. Sogar Seifenblasen, die dann, wenn sie auf dem Boden aufkommen, wie Glaskugeln zerspringen. Aber was hat das mit meinem Praktikum zu tun? Eigentlich bin ich ja am Max-Born-Institut für nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie. Und eigentlich experimentiert man hier mit sehr kurzen, sehr starken Laserpulsen. Klar soweit? Nein. Egal, ich mach jetzt trotzdem weiter. „Aber wozu brauchen wir denn den Stickstoff?“ „Naja, der ist für die Fotodiode (Lichtdetektoren), um die zu kühlen, denn die arbeiten nur bei geringen Temperaturen so genau, wie die sollen. Und deshalb werden die Fotodioden mit dem Stickstoff gekühlt.“ Aha… gut. „Das heißt, mit dem Laser wird Laserstrahl erzeugt, der dann in Laserimpulse umgewandelt wird. Diese treffen dann auf die Probe und werden dann letztendlich von der Fotodiode nachgewiesen werden.“ „Genau, im Groben und Ganzen ist das so, nur ist das ganze leider nicht ganz so einfach, wie es klingt. Aber ich denke, dass du das am Ende noch genauer verstehen wirst.“Das hatte ich allerdings auch gehofft. Am Anfang habe ich noch gedacht, dass ich das alles nicht begreifen werde. Und: Ich hab recht behalten. Ich habe nicht alles verstanden. Aber das ist auch nicht so wichtig, denn eigentlich soll das Hochschulpraktikum ja nur einen Einblick in die Arbeit an einem Institut oder einer Uni sein. Und, wenn man alles verstehen will, braucht man mehr, als zwei Wochen (die natürlich wider viel zu kurz waren). Aber für diesen Einblick hat es dennoch gereicht. Und sie war auch ausreichend, einen Überblick über verschiedene Experimente und Methoden zu bekommen. Ich habe gelernt, wie die Pulse erzeugt und verstärkt werden, und wie die dann aussehen. Und natürlich, was dann damit gemacht wird. Auch habe ich viele interessante Sachen zu Lasern und Lasersicherheit erfahren. Mit den Lasern am MBI kann man nämlich viel kaputt machen, da die sehr stark sind. Aber wenn man richtig aufpasst und konzentriert arbeitet (nach 6 Stunden gar nicht mehr so leicht), kann eigentlich nichts passieren. Eigentlich.




