Was ist eigentlich Anti-Bullying?

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Ich hatte schon oft an der Schule davon gehört, dass sie am "Anti-Bullying-Programm" teilnimmt. Aber so ganz genau wusste ich eigentlich nicht, was sich dahinter verbirgt, bis im Rahmen der gestrigen Elternkonferenz der Präventionsberater Polizeioberrat Joachim Schilling vom Polizeipräsidium Potsdam in einem kurzen aber inhaltsreichen Vortrag die Ideen hinter diesem Programm erläuterte. Beim Anti-Bullying-Programm geht es demnach darum, mit Hilfe eines evaluierten Programmes aus vielfältigen, sich ergänzenden Bausteinen übergreifend an Kindergärten und Schulen unter Einbeziehung der Elternhäuser einen gemeinsamen Konsenz gegen Bullying, Mobbing und Gewalt bei Jugendlichen zu erzielen, an dessen Ausgestaltung diese auch maßgeblich mit beteiligt sind.

So ist vorgesehen, jeweils im Klassenrahmen durch die Schüler selbst Verhaltensregeln und klar definierte Sanktionen bei Verstößen gegen diese erarbeiten zu lassen, die von der Klasse auch getragen und umgesetzt werden sollen - es wird den Schülern also nichts aufoktruiert, vielmehr sollen sie selbst entscheiden, welches Verhalten sie tolerieren wollen und welches nicht. Ein weiterer wichtiger Baustein ist auch ein Modul, welches dazu dient, den Lehrern Rechtssicherheit für Ihr Handeln zu geben, damit diese im konkreten Einzelfall wissen, welche Maßnahmen sie ergreifen dürfen, ohne juristische Konsequenzen befürchten zu müssen - eine wesentliche Voraussetzung, um in Ausnahmesituationen handlungsfähig zu bleiben.

Damit das Programm nachhaltig wirken kann soll es wie bereits erwähnt möglichst flächendeckend unter Einbeziehung der Kommunen eingeführt werden. Ein kompletter Durchlauf des Programmes dauert dabei ca. 2-3 Schuljahre, anschließend sind Maßnahmen zur konsequenten Forführung vorgesehen. In Überprüfungen dieses Verfahrens konnten andernorts bereits Senkungen der Jugendkriminalität um bis zu 30% nachgewiesen werden, was für die Qualität dieses Programmes spricht.

Weitere Informationen zu diesem Programm finden sich auf den Seiten der Internetwache Brandenburg unter dem Stichwort Prävention. Dort können auch Flyer, weiteres Infomaterial und eine pdf-Version des gestern gehörten Vortrages heruntegeladen werden. Ansprechpartner im konkreten Einzelfall ist Herr Schillng, den Sie per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. erreichen können.