Missionsreise nach Amazonien - Sozialprojekt

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Stephanie, meine Schwester, und ich haben in den Sommerferien in ein Missions- bzw. Sozialprojekt im Amazonas - Brasilien teilgenommen. Das Projekt wurde von der „Igreja Evangélica Menonita de Curitiba" in Zusammenarbeit mit der Institution „Asas de Socorro" organisiert. Es haben 13 Jugendliche, im Alter von 16 bis 19 Jahre, teilgenommen.

Wir (die Gruppe) waren insgesamt 2 Wochen dort. In der ersten Woche waren wir in Manaus (die Hauptstadt des Bundeslandes Amazonas) und haben uns auf der zweiten Woche vorbereitet: Wir hatten Schulungen über verschiedene Themen, worüber wir auch später mit den „Ribeirinhos" geredet haben: Brustkrebs, Zahnpflege, Durchfall usw.. Dafür kamen verschiedene Personen (z.B.: Ärzte und Missionare). Dazu wurden noch Gottesdienste, Spielzeiten für Kinder usw. vorbereitet.

In der zweiten Woche sind wir dann erstmal mit „unserem" Boot den Rio Negro entlang bis zu den Siedlungen gefahren. Es sind Siedlungen von Flussrandbewohner, die mitten im Urwald liegen und wir waren insgesamt in 3 von den: Perpétuo Socorro, São Francisco do Bujarú und São Tomé. Dort haben wir dann verschiedene Arbeiten mit den Bewohnern gemacht: diverse Vorträge (Brustkrebs, Zahnpflege, Durchfall) gehalten, Gottesdienste für Kinder und Erwachsene gemacht, Schulmaterial und Zahnbürsten/Zahnpasta verteilt, kostenlose Haarschnitte angeboten, Fluorid-Anwendung bei den Kindern betätigt und vieles mehr. Unseres höchste Ziel war aber den Menschen wirklich Liebe zu zeigen! Ihnen zeigen, dass sie uns wichtig sind. Wir haben dafür auch Hausbesuche gemacht und viel Zeit mit den Kindern verbracht.

Wir hatten die ganze Zeit auch viel Spaß und mussten uns zu ein „anderes Leben" gewöhnen, zum Beispiel mussten wir in Hängematten schlafen und konnten nur im Fluss baden (was natürlich auch schön ist, aber gleichzeitig gewöhnungsbedürftig, da das Wasser richtig dunkel ist).

Es war eine wunderschöne Zeit, die ich zu jederzeit gerne wiederholen würde. Dieser kurze Text ist der Erfahrung wirklich nicht würdig. Wir haben viel beigebracht, aber viel mehr gelernt. Man lernt mit neue Werte zu leben, wenn man sieht wie Menschen die nicht mal sauberes Wasser haben, mit so simple Sachen so glücklich sein können. Ich wünsche mir wirklich, dass jeder mal so eine Gelegenheit hat.

Fred L. P. Waldow

Kommentare  

 
# Nina Fessler 2010-03-16 00:16
Euer Vortrag war auch echt super!!! Bei den Zuhörern kam auf jedenfall eure Botschaft an :)